Essen in den Kibe Kitas

Liebe Eltern in dem heutigen und vorerst letzten Beitrag möchte ich euch etwas über das Essen in unseren Kitas erzählen und was der pädagogische Hintergrund ist, bei unserer Tisch Kultur.

Wir beziehen unsere Lebensmittel aus den Geschäften, aber auch von Bauernhöfen aus der Umgebung. Zum Beispiel holen wir die Milch beim Bauer Flury von welchem wir auch frisches und saisonales Obst beziehen. 

Unser Kalbfleisch kommt vom Bauernhof Melchenbühlgut in Gümligen. Geschlachtet wird dieses vom Metzger Wüthrich in Ostermundigen. Den Melchenbühlgut Hof sind wir auch schon mit den Kindern besuchen gegangen. Unser Schweine- und Poulet-Fleisch kaufen wir in den Einkaufsläden, jedoch achten wir uns auch hier darauf, lediglich Schweizerfleisch zu kaufen.

Wir legen grossen Wert auf eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung.

 

Unsere Tisch Kultur:

Uns ist es ein grosses Anliegen die Kinder auch am Tisch in ihrer Selbständigkeit zu fördern. Deshalb (ausser zu Corona Zeiten) dürfen die Kinder ihre Teller selbständig schöpfen.

Bei den jüngeren Kindern handhaben wir dies so, dass wir das erste Teller für sie schöpfen. Hier findet sich auch der grundlegende Unterschied, wieso wir nicht das freie Essen haben. Beim freien Essen, können die Kinder entscheiden was sie von Beginn an in Ihrem Teller haben möchten und können zum Beispiel nur Fleisch essen, wenn sie dies möchten. Wir sind aber der Überzeugung, dass schon das Essen im Teller auch dazu motivieren kann, neue Dinge zu probieren. Wir versuchen sie dazu zu motivieren neue Dinge zu testen, zwingen sie aber keines Weges. Wir legen aber jedes Lebensmittel separat auf das Teller, sprich wir legen auch die Sauce nicht auf die Teigwaren drauf, sodass die Kinder selbst entscheiden können, was sie aus ihrem Teller essen und mischen möchten. Beim zweiten Mal Schöpfen können die Kinder dann frei entscheiden, wovon sie gerne noch mehr haben möchten. 

Des Weiteren achten wir darauf den Kindern die Werte und Normen unserer Kultur weiterzugeben. Dazu gehört zum Beispiel das wir mit dem Besteck essen oder das wir nicht mit dem Essen spielen. Auch hier finden wir gehören Ausnahmen dazu, um das Essen mit allen Sinnen erfahren zu können. Deshalb haben wir auch zwischenzeitlich Piraten-Essen, bei denen die Kinder mit den Händen essen dürfen.

Wir möchten das Essen als Gemeinschaftserlebnis gestalten und wünschen uns deshalb auch immer gemeinsam ,,ä guetä’’ und fördern die Gespräche unter den Kindern als Gelegenheit, sich über Erlebtes auszutauschen. 

 

Ich hoffe wie immer das auch dieser Beitrag euch einen Einblick in unseren Alltag verschaffen konnte.

Ich bin euch sehr dankbar, wenn ihr die Eltern Umfrage bezüglich des Blogs die ihr per Mail erhalten habt ausfüllen könntet. Dies hilft mir unglaublich für meine schriftliche Arbeit.

Ich bedanke mich ganz herzlich fürs Lesen.

 

Ranja El Bed

Kindererzieherin HF in Ausbildung 

Kita Stettlen Fachperson


Wenn Kinder sich streiten - Konflikte im Alltag

Überall wo es Menschen gibt mit ihren Individuellen Charakteren und Bedürfnissen kann es auch zu Konflikten kommen. Diese sind in der Kita natürlich alltäglich. In dem heutigen Blog Beitrag möchte ich über Konflikte unter Kindern sprechen, was diese auslösen können und was unsere Aufgabe als Fachpersonen darstellt.

 

Warum Kinder streiten:  Die meisten Anlässe für Streitereien unter Kleinkindern stellen aufgestauter Ärger, aushandeln um meins und deines, suchen von Aufmerksamkeit und Anerkennung oder um das eigene ,,Revier’’ zu verteidigen dar. Bei Schulkindern und Jugendlichen, entspringt dieser Anlass eher um Regeln, Rollen und Positionen zu suchen, um sich selbst Gross und Stark zu fühlen oder auch aus Langeweile.

 

Was Kinder beim Streiten lernen können: Die Kinder können lernen ihre Bedürfnisse und Wünsche auszudrücken, so dass diese, Gehör erhalten. Die Kinder erfahren auch welche Wirkung ihr Verhalten erzielen kann, entweder zum Gewinnen oder Verlieren des Streitens oder zum Finden einer gemeinsamen Lösung.

 

Unsere Aufgabe als Fachpersonen: Wenn wir im Alltag einen Konflikt bemerken, sind wir darum bemüht nicht sofort einzugreifen (es sei denn die Kinder sind in Gefahr). Wir analysieren die Situation, um festzustellen, ob der Streit auf Augenhöhe passiert oder ob die ,,Machtverteilung’’ ungleich ist. Wenn wir sehen, dass der Konflikt auf Augenhöhe ist, wollen wir den Kindern die Möglichkeit geben selbständig eine Lösung zu finden, um diesen zu schlichten. Ansonsten versuchen wir, besonders bei den jüngeren Kindern, die Worte zu geben welche ihnen in diesem Moment fehlen. Dann sagen wir zum Beispiel: ,,Sag dem Kind: Stopp das ist meines.’’ Oder ,,Du kannst sagen: Hör auf das mag ich nicht.’’ Denn uns ist es wichtig, dass die Kinder auch lernen sich verbal wehren zu können und ihre Bedürfnisse zu benennen.

Bei den älteren Kindern können wir aber bei scheinbar unlösbaren Konflikten als Mediator/innen dienen. Dies funktioniert so, dass wir uns mit beiden Kindern hinsetzen und Regeln für das Gespräch festhalten. Zum Beispiel: einander zuhören und ausreden lassen. Wir als Fachperson versuchen, dass die Kinder dabei selbst eine Lösung finden, wie sie diesen Konflikt untereinander beheben können. Solche Lösungen sind für die Kinder am ehesten greifbar, da sie selbst darauf gekommen sind, anstatt das wir einfach vorschlagen, dass sie sich beieinander entschuldigen sollten. Wir ergreifen bei einer Mediation keine Partei oder suchen einen Schuldigen, sondern begleiten die Kinder lediglich bei ihrem Konflikt.

Wir versuchen ebenfalls von allen Spielmaterialien genug zu haben, um so mögliche Konflikte zu verhindern.

 

Ich hoffe ihr konntet auch aus diesem Beitrag etwas mitnehmen und ich hoffe sie bei unserem vorerst letzten Beitrag in zwei Wochen wieder zu sehen.

 

Ranja El Bed

HF Kindererzieherin in Ausbildung

Kita Stettlen


Lügen will gelernt sein

Liebe Eltern

Im heutigen Blog Beitrag möchte ich euch etwas über das Lügen bei den Kindern erzählen. Ob sie nun frei erfundene Geschichten erzählen oder sich mit geschickten Überlegungen versuchen den Konsequenzen zu entziehen ist vom Alter und der kognitiven Entwicklung abhängig. In der Entwicklungspsychologie wird das Lügen nämlich als Teil der sozialen Intelligenz gesehen.

Zu den verschiedenen Arten von Lügen und in welchem Alter sie auftreten:

 

1.     Fantasiegeschichten

Ab ca. 3 Jahren erzählen Kinder allerlei Fantasiegeschichten, die so nie hätten passieren können. Für die Kinder selbst, entspricht es aber der Wahrheit was sie erzählen. Ihre Realität stellt ihre Wahrheit dar. Dies sind also keine direkten oder bewusste Lügen, welche die Kinder erzählen. Diese Entwicklungsphase wird auch ,,magisches Denken’’ genannt. 

 

2.     Lügen, um anzugeben

Ab ca. 4 Jahren: Die Kinder sprechen untereinander darüber, dass sie im Zoo waren und ein Kind sagt: ,,Ich durfte auf dem Pony reiten!’’ und das andere Antwortet darauf: ‘’ Und ich auf dem Giraffen!’’ Natürlich wissen wir, dass diese Aussage nicht stimmt. Jedoch gilt es zu hinterfragen, wieso das Kind in diesem Moment gelogen hat. Oftmals in solchen Situationen, kann dies aus Unsicherheit und dem Bedürfnis nach Aufmerksamkeit entspringen.

 

3.     Vermeidungslügen

Ab ca. 5 Jahren: Kinder können sich jetzt schrittweise auch in ihr gegenüber hineinverersetzen. Bei dieser Art von Lügen, versuchen die Kinder entweder der vermeintlichen Konsequenz zu entkommen oder jemanden nicht zu verletzen. Sie lügen also, um keine Strafe zu erhalten. Wenn sie jünger sind, sind diese Lügen schnell durchschaubar. Je älter sie werden, desto ausgereifter die erfundene Geschichte. Auch hier ist es wichtig sich zu fragen wieso das Kind gelogen hat. Wir legen in den Kitas Wert darauf, dass es mehr Anerkennung gibt für die Wahrheit, als dass es Konsequenz gibt für eine Lüge. Unter vier Augen, um das Kind nicht bloss zu stellen, besprechen wir dann mit dem Kind, wieso wir es nicht schätzen angelogen zu werden. 

 

Unsere Aufgabe als Fachpersonen:

Wie bereits angesprochen, versuchen wir vor allem herauszufinden was das Kind gerade dazu bewegte eine Lüge zu erzählen. Dadurch können wir auf die Situation angepasst besser reagieren. Wir versuchen das Kind auch zu schützen, indem wir Gespräche unter vier Augen führen und es nicht vor den anderen Kindern ermahnen. Wir legen viel Wert darauf als Ehrliche Vorbilder zu dienen. Dies zum Beispiel damit, dass wenn wir versprechen machen, diese dann auch einhalten. 

 

Wir können gut verstehen, dass man sich zuerst einmal sorgen macht, wenn das eigene Kind anfängt Lügen zu erzählen. Doch ich hoffe ich konnte euch mit diesem Beitrag etwas beruhigen und euch aufzeigen, dass es ein wichtiger Schritt der Entwicklung darstellt.

 

Bis zum Nächsten Beitrag

Ranja El Bed 

Kindererziehung HF in Ausbildung


Sprachentwicklung / Mehrsprachigkeit

Willkommen zurück zur Kibe Blog Box.

Heute möchte ich über die Sprachentwicklung der Kinder sprechen, sowie das mehrsprachige Aufwachsen der Kinder.

Der Sprachbaum

In der Ausbildung zur Fachfrau Betreuung Kind, lernen wir den sogenannten Sprachbaum kennen:

  • Wurzeln: Die Wurzeln des Baumes, stellen die Grundlage für die Entwicklung dar. Sie wachsen in der sozialen Umgebung. Durch das erste Benutzen der Stimme, entwickeln sich auch die nötigen Apparate um später Sprechen zu können. Ebenfalls sind Sehen, Hören, Tasten sowie die Kognitive Entwicklung (siehe letzter Blog Box Beitrag) und Hirnreifung essenziell für die spätere Sprachentwicklung. Wenn Wurzeln fehlen oder geschädigt sind, ist die Sprachentwicklung vor eine Hürde gestellt.
  • Giesskanne: Die Giesskanne steht für gezielte Förderung und Stärkung. Sozusagen das Bewässern der Wurzeln, um deren Wachstum zu fördern.
  • Stamm: Der Stamm stellt die Sprechfreude, Sprechmotivation und der Sinn des Sprechens dar. Die Kinder beginnen Verknüpfungen zwischen Worten und Taten zu machen. Dafür benötigt es das Verständnis der Sprache.
  • Krone: Die Baumkrone steht für das Artikulieren, für den Wortschatz und für die Grammatik also die Regeln der Sprache. 
  • Sonne: Zu guter Letzt die Sonne. Sie steht für ein geborgenes und sicheres Umfeld. Also die Familie, Freunde aber auch die Kita oder der Kindergarten.

        In einer sicheren und geborgenen Umgebung kann der Sprachbaum des Kindes reifen, wachsen und sich weiterentwickeln. Je stärker die Wurzeln sind, desto stärker der Stamm. 

 

Mehrsprachiges Aufwachsen

Eine Frage, die sich viele Eltern stellen ist, wie sie die Mehrsprachigkeit der Kinder fördern können. Wenn sie als Mutter zum Beispiel Italienisch sprechen und sie als Vater Spanisch sprechen, ist es sehr empfehlenswert mit dem Kind nur die jeweilige Muttersprache zu sprechen. Also die Mutter spricht nur Italienisch mit dem Kind und der Vater nur Spanisch. Mutter und Vater sprechen untereinander zum Beipsiel Deutsch. Für die Sprachentwicklung ist es wichtig, dass das Kind mindestens eine Sprache ohne Fehler erlernen kann, diese Sprache bildet die Basis für das Erlernen von weiteren Sprachen. Deshalb ist es sehr wichtig mit dem Kind direkt, nur in der eigenen Muttersprache zu sprechen. So werden keine «Fehler» direkt weitergegeben und das Kind wird alle anderen Sprachen in seinem Umfeld, hören und aufnehmen können. Zu Beginn wird das Kind vielleicht mit beiden Elternteilen Spanisch oder Italienisch sprechen, mit der Zeit wird es aber lernen welche Sprache es bei wem anwenden kann. Dies ist besonders in der sensiblen Phase also von 0- bis 6-Jährig wichtig zu beginnen, da das Kind in dieser Phase am meisten aufnehmen und behalten kann.

 

Unsere Aufgabe als Fachperson:

Auch wir stellen im Sprachbaum des Kindes die Sonne und die Giesskanne dar. Mithilfe von Bilderbüchern, Gesangskreisen, dem Formulieren von offenen Fragen (z.b. Wie geht es dir heute? anstatt geht es dir heute gut?) und stetigem Sprechen mit den Kindern, fördern wir ihr Sprachverständnis und ihren Wortschatz. Wir sind sehr bedacht darauf unsere Handlungen zu kommentieren und mit allen Kindern zu sprechen, auch wenn sie noch nicht verbal antworten können. Ebenfalls ist es uns wichtig die Kinder nicht zu belehren, indem wir ihnen sagen, dass sie ein Wort falsch aussprechen, sondern wir wiederholen das Wort in der korrekten Form einfach nochmal, so dass das Kind die korrekte Version hören und somit erlernen kann. 

Besonders am Mittagstisch, ist es uns ein Anliegen die Konversationen unter den Kindern ebenfalls zu fördern und gemeinsame Gespräche zu führen, indem jedes Kind eine Stimme und auch Zeit zum Sprechen erhält. So schaffen wir ein Wertschätzendes Umfeld, indem sich das Kind mit seiner Sprache ausdrücken und seine Bedürfnisse mitteilen kann. 

Im Hinblick auf das Mehrsprachige Aufwachsen, sprechen wir in der Kita mehrheitlich Schweizerdeutsch mit den Kindern, damit sie diese Sprache bei uns lernen und festigen können. 

 

Ranja El Bed

Kita Stettlen

Kindererzieherin HF in Ausbildung


Die emotionale Entwicklung

Liebe Eltern 

In dem heutigen Blog Box Beitrag möchte ich euch etwas über die Entwicklung der Emotionen der Kinder erzählen. 

Kinder im jungen Alter drücken ihre Emotionen Ausdrucksstark aus. Juchzende Freude, bitterliches Weinen oder lautes Schreien. Sie zeigen es mit ihrem Gesichtsausdruck und ihrer Körperhaltung. Emotionen werden durch Mimik und Gestik überall auf der Welt gleich verstanden. 

Gefühle können wie Signale wirken: Angst macht zum Beispiel wachsam, Freude motiviert. 

Schon das ungeborene Kind kann im Mutterleib Veränderungen in seiner Umgebung wahrnehmen und darauf reagieren.

Welche Emotionen mit welchem Alter auftreten, habe ich hier aufgelistet:

Neugeborene: Freude, Kummer, Interesse und Ekel 

In den ersten Monaten: Angst und Ärger dann Traurigkeit

Ab Zwei-drei Jahre und fortlaufend entwickeln sich:  Einfühlungsvermögen, Schamgefühl, Verlegenheit, Neid, Eifersucht, Stolz und ein Gefühl für Schuld.

Um den 6-8 Monat kann auch noch die ,,Fremdel-Phase’’ beginnen, bei der die Kinder Angst vor ihnen fremden Personen haben. Dies kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein.

 

Das Kind lernt im Austausch mit seinen Bezugspersonen die verschiedenen Emotionen empfinden und kennen, aber dies braucht Zeit. 

Daraus kann das Kind dann auch die sogenannte interpsychische Emotionsregulation entwickeln. Dies Bedeutet, dass das Kind weiss, wie es sich selbst beruhigen kann. Der Gegensatz dazu, also dass das Kind auf Hilfe angewiesen ist, um sich zu beruhigen, wäre die Intrapsychische Emotionsregulation.

 

Unsere Aufgabe als Fachpersonen ist es in möglichst vielen Situationen die Gefühle der Kinder zu benennen und ihnen dabei zu helfen diese zu bewältigen. So können die Kinder im Laufe der Zeit ihre Bedürfnisse immer besser ausdrücken und auch selbständig benennen.

Dazu schauen wir zum Beispiel Bücher an wie der Gefühls Dino und spielen die Emotionen mit den Kindern nach. Oder wir legen im morgendlichen Kreis Smileys mit den entsprechenden Emotionen hin und fordern die Kinder dazu auf uns zu zeigen, wie sie sich an dem heutigen Tag fühlen.  

 

Ich hoffe ihr habt diesen Blogbeitrag spannend gefunden und ich freue mich schon auf den nächsten. 

Bleibt gesund

Ranja El Bed

Kita Stettlen

Kindererzieherin HF in Ausbildung


Die kognitive Entwicklung meines Kindes

 

Ein frohes und vor allem gesundes neues Jahr wünscht euch das Team der Kibe Bern!

Im ersten Beitrag des neuen Jahres, möchte ich euch etwas über die kognitive Entwicklung bei Kindern näherbringen. Hierzu stütze ich mich auf die Theorie des berühmten Entwicklungspsychologen Jean Piaget. 

Mit der kognitiven Entwicklung ist die geistige und intellektuelle Wahrnehmung gemeint. Nach Piaget durchlaufen alle Menschen 4 Stufen, um die volle Menschliche Intelligenz zu erreichen. 

1.     Die Sensomotorische Stufe 0-2 Jahre

Die Kinder erleben durch Entwicklung und Bewegung Ihre 5 Sinne. Sie berühren, riechen, probieren und hören was um sie herum geschieht. Sie haben zuerst angeborene Reflexe und entwickeln mit der Zeit erste Gewohnheiten. Je älter sie werden, desto bewusster tun sie Dinge. Ein wichtiges Merkmal dieser Stufe, ist die Objektpermanenz also das Entwickeln eines Gedächtnisses. Das Video im Blogbeitrag zeigt, wenn das Kind noch zu klein ist, denkt es die Tomate, die ich versteckt habe, ist weg. Hat das Kind aber die Objektpermanenz erreicht, weiss es das die Tomate unter dem Topf ist und wird ihn hochheben, um sie zu finden. Also weiss das Kind, das etwas auch noch weiterhin existiert, auch wenn es ausserhalb seines Sichtfeldes ist. Ein weiteres Beispiel hierfür wäre, dass das Kind weiss, dass sie noch da sind, auch wenn sie den Raum verlassen. 

Je mehr sich Kinder bewegen und erforschen, desto mehr kognitive Fähigkeiten erlangen sie. Jedoch bleiben sie ,,egozentrisch’’. Damit ist gemeint, dass das Kind die Welt nur aus seiner Sicht wahrnehmen kann. Dies kann dann auch zu Konflikten führen, dass sie zum Beispiel das Gefühl haben, das alle Spielsachen ihnen gehören.

 

2.     Die voroperative Stufe 2-7 Jahre 

In dieser Stufe denken die Kinder hauptsächlich intuitive Gedanken und sie ist durch symbolische Funktionen geprägt. Die Kinder haben sehr viel Fantasie und erwecken Objekte zum Leben. Sie lernen laufen und sprechen und verstehen, wofür Bilder, Symbole, Worte und Gesten stehen. Rollenspiele sind in dieser Phase ebenfalls zentral. (Mehr dazu im Blog Beitrag zur Spielentwicklung) 

Mit 4 Jahren kommen die Kinder dann in das sogenannte Frage-Alter. Sie wollen zu allem Wissen warum und wieso. Piaget nennt dies die Intuitive Phase. Das Kind weiss, dass es viel Wissen besitzt, kann aber nicht erklären woher. In dieser Stufe ist das Kind immer noch egozentrisch. Es glaubt das alle die Welt so sehen, wie es selbst sie sieht.

 

3.     Die Konkret Operationale Phase 7-11 Jahre

Kinder entdecken die Logik und entwickeln erste konkrete kognitive Handlungen. Hier erlangen sie das induktive Denken. Damit ist gemeint, dass die Kinder erste Verallgemeinerungen von Regeln herableiten. In dieser Stufe beginnt sich auch ein Verständnis für die Mathematik zu entwickeln. Sie können Schlussfolgerungen ziehen. Langsam weicht das Kind vom Egozentrismus und lernt, dass seine Gedanken und sein Seelenleben einzigartig sind. Es kann sich in andere hineinversetzen.

 

4.     Die Formal Operationale Phase ab 12 Jahren

Als Teenager entwickeln sie viele neue Fähigkeiten. Sie beginnen auch abstrakte Konzepte wie zum Beispiel die Liebe oder den Erfolg besser zu greifen und verstehen. Sie können sich eine Situation ausmalen und vorstellen, wie diese ausgehen könnte, bevor sie geschehen ist. Dadurch treffen sie rationalere Entscheidungen. Teenager beginnen deduktiv zu Denken. Damit ist gemeint, dass sie zwei aussagen vergleichen, abwägen und dann erst eine Schlussfolgerung ziehen. Sie lernen das Leben zu planen und Prioritäten zu setzen.

 

In den Kibe Kitas legen wir sehr viel Wert darauf die Kinder in ihrer kognitiven Entwicklung zu fördern. Wir schauen Bilderbücher mit ihnen an, lassen sie dieses Kommentieren. Wir lassen die Kinder neues ausprobieren, ohne ihr Vorgehen zu werten. Wir lernen Regeln von verschiedenen Spielen kennen und schaffen Räume für Rollenspiele. Dies sind nur einige Beispiele, davon wie wir die kognitive Entwicklung unterstützen.

 

Nun bedanke ich mich fürs Lesen und wünsche euch eine gute Zeit! Bis zum nächsten Beitrag. 

 

Ranja El Bed

Kindererziehung HF in Ausbildung

Kita Stettlen


Tagesablauf und Rituale

Liebe Eltern, schön sie wieder auf unserem Blog begrüssen zu dürfen.

Heute werde ich etwas über die Bedeutung von Ritualen und unserem Tagesablauf schreiben.

Den Tagesablauf in den Kibe Kitas ist ja den meisten Eltern sehr wohl bekannt. Wir Frühstücken, Spielen, Essen Zmittag, Schlafen, gehen nach Draussen, essen Zvieri und Spielen noch mehr. Doch was ist die pädagogische Idee hinter einem strukturierten Tagesablauf?

Da im Spiel alle Entwicklungsbereiche gefördert werden, legen wir darauf im Alltag unseren Hauptfokus. Die Kinder erhalten durch das Freispiel, jedoch auch durch das begleitete Spiel eine Abwechslung zwischen Selbstbestimmung und Anleitung, Erholung und Spannung sowie soziale Interaktionen und Rückzugsmöglichkeiten.

Ein strukturierter Tagesablauf bietet den Kindern ebenfalls Halt und Orientierung. Dafür machen wir zum Beispiel am Morgen einen Kreis, damit alle sehen können wer da ist und wer fehlt. Es ist ein gemeinsamer Start in den Tag.

Auch das Kreisli das wir fest in unseren Tagesablauf eingebaut haben, ist ein Ritual. Rituale sind immer wiederkehrende Ereignisse und Abläufe im Alltag. Sie dienen dazu einen Übergang von einer in eine andere Sequenz zu signalisieren. Die Kinder können sich so auf bestimmte Situationen einstellen und wissen was als nächstes kommt. Das wir diese Rituale gemeinsam machen, fördert das Gefühl der Zusammengehörigkeit.

 

Gerade jetzt in der Weihnachtszeit haben wir Spezielle Advents- und Winterrituale.

In der Kita Stettlen zum Beispiel hat Gruppe Rot einen Adventskalender. Jeden Tag wird ein Kind mit einer Glocke angeklingelt und darf das Säckli öffnen. Darin befindet sich eine Aktivität die wir an diesem Tag durchführen. Zum Beispiel etwas basteln oder Kekse backen.

Auf Gruppe Grün findet ein Winterritual statt bei dem die Kinder jeden Tag verschiedene Geschichten passend zur Winterzeit hören dürfen und ab und zu Aktivitäten dazu machen wie zum Beispiel auf Tannzapfen suche gehen.

 

Unsere Aufgabe als Fachpersonen ist es im Tagesablauf sowie auch bei den Ritualen die Kinder zu begleiten und ihnen Aktivitäten sowie die nächsten Schritte immer anzukünden. Dadurch vermitteln wir ihnen Sicherheit und Orientierung. 

 

Nun bedanke ich mich fürs Lesen und wünsche euch Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Ab dem 14. Januar findet ihr wieder alle zwei Wochen einen neuen Beitrag in der Kibe Blog Box.

 

Ranja El Bed

Fachperson Stettlen

Erzieherin HF in Ausbildung


Autonomie, Selbstständigkeit und Partizipation

Liebe Eltern                                            

 

Heute erzähle ich euch etwas über die Autonomie und Autonomie Phase. Partizipation und Selbständigkeit spielt in den Kitas von Kibe Bern diesbezüglich eine grosse Rolle.

 

Jeder Mensch strebt danach, selbstbestimmt leben zu können. Autonomie bedeutet aus dem altgriechischen ,,Selbstgesetzlich’’ sprich völlig frei und eigenständig über sich zu verfügen und eigene Entscheidungen zu treffen und auch vollziehen zu können. 

 

Bei Kindern ist dies in der Kita wie auch zu Hause nur begrenzt möglich, da Kinder die Gefahren und Risiken, die einige Entscheidungen mit sich bringen noch nicht genügend einschätzen können. 

 

Im Alter von ca. zweieinhalb Jahren kommen die Kinder in die sogenannte ,,Autonomie Phase’’ umgangssprachlich auch als Trotzphase bekannt. Das Kind will alles selbständig machen und keine Hilfe annehmen. Das beliebteste Wort ist in dieser Zeit meistens ,,Nein’’ und am liebsten wollen sie das tun was ihnen gefällt. 

Auch wenn diese Phase sehr anstrengend für die Eltern sein kann, lohnt es sich diese mit den Kindern gemeinsam auszuhalten, sie ist für die Entwicklung der Kinder essenziell. Die Kinder lernen so sich selber zu erfahren, ihre Gefühle zu äussern und einzuordnen, lernen ihren eigenen Willen kennen und grosse Spannungen auszuhalten. 

In dieser Phase der Entwicklung ist es wichtig dem Kind klare Grenzen und Regeln zu setzen. Auch wenn es zum Konflikt kommt, ist es jedoch sehr wichtig dem Kind aktiv zu zeigen, dass sie es trotzdem noch mögen und ihm Trost spenden, denn oft haben die Kinder durch einen Streit auch Verlustängste.

 

Unser pädagogisches Konzept beschreibt, wir mit solchen Konflikten umgehen. Wir setzen Grenzen, warten bis die Wut nachgelassen hat, begleiten das Kind indem wir bei ihm bleiben und die Wut mit ihm gemeinsam aushalten. Danach versuchen wir mit dem Kind zu benennen, welche Gefühle gerade in ihm ausgelöst wurden, um gemeinsam eine Lösung zu finden und dem Kind die Möglichkeit zu geben, die eigenen Gefühle lernen einzuordnen. 

 

Um den Kindern aber trotzdem den eigenen Willen und die Selbstwirksamkeit ermöglichen zu können, legen wir bei Kibe Bern sehr viel Wert auf die Partizipation und die Selbständigkeit.

Mit Partizipation ist gemeint, dass die Kinder in Entscheidungen miteinbezogen werden, wir sie an Gesprächen teilhaben lassen und ihre Meinung ernst nehmen. Zum Beispiel dabei welchen Ausflug wir heute machen oder wie die Gruppe umgestaltet werden soll. 

Die Selbständigkeit fördern wir darin, dass fast alles für die Kinder zugänglich gemacht wird. Sie setzen sich selber an den Tisch, Schöpfen sich das Essen (Ausser zu Corona Zeiten), Essen selbständig, Räumen das Geschirr ab, putzen sich die Zähne, werden in alltäglichen Ämtlis miteinbezogen und so weiter.

 

Indem wir die Kinder dazu ermutigen Dinge selbst zu tun und ihnen auch Möglichkeiten und vorallem Zeit im Kitaalltag dafür bieten, fördern wir ihr Selbstbewusstsein, die motorische und kognitive Entwicklung und vor allem ihre Selbstwirksamkeit also das Vertrauen in ihre Fähigkeiten und das eigene Können.

Auf den Bildern in der Galerie könnt ihr sehen, in welchen Situationen wir dies konkret umsetzen.

 

Ranja El Bed

Fachperson Stettlen

Erzieherin HF in Ausbildung


Fein- und Grobmotorik

Liebe Eltern

 

Schön sie hier wieder zu sehen zu unserem dritten Blog Box Beitrag.

Heute möchte ich über das Thema der Grob- und Feinmotorik sprechen und euch aufzeigen, wo und wie wir diesen Entwicklungsbereich eurer Kinder fördern.

 

Zuerst etwas Theorie

Die Entwicklung der Motorik folgt einer Regel, und zwar dass sich das Kind vom Kopf abwärts und von innen nach aussen entwickelt. Dass kann man daran beobachten, dass das Kleinkind zuerst den Kopf hebt und dann erst beginnt die anderen Körperteile zu bewegen. Je näher die Muskeln am Gehirn liegen, desto eher reifen sie.

Unter Grobmotorik versteht man alle grossen Bewegungen wie zum Beispiel: Krabbeln, Laufen, Hüpfen, Springen und Klettern. Das Gehirn lernt während der Entwicklung immer gezieltere und bessere Befehle an die Muskeln zu geben. 

Mit der Feinmotorik sind die kleinen Bewegungen von Händen und Fingern gemeint. Zum Beispiel etwas ergreifen, Puzzleteile legen oder Zeichnen.

In der Entwicklung der Feinmotorik ist bei den Kleinkindern folgendes zu beobachten: Zuerst strecken sie die Hand nach Dingen in ihrer Nähe aus und greifen diese mit der ganzen Hand. Dies nennt man den Schaufel- oder Baggergriff. Je fortgeschrittener die Reifung, desto spezifischer, greifen sie nach Sachen in ihrer Umgebung. Zwischen dem neunten und zwölften Monat wird dann aus dem Schaufelgriff der Pinzettengriff. Damit ist gemeint, dass das Kind etwas mit dem Daumen und dem Zeigefinger aufheben kann.

Die Bewegung und die Intelligenz hängen vielen Studien nach, eng zusammen. Kinder erfahren und erleben ihre Umwelt in dem sie sich in ihr bewegen.

 

Unsere Aufgabe als Institutionen und Fachperson sind hierbei folgende

  • Wir bieten den Kindern Spielangebote, die die Entwicklung der Motorik fördern wie zum Beispiel: Glättperlen, Zeichnen, Puzzle machen, Bohnen sortieren, auf den Spielplatz gehen, im Gumpizimmer toben und vieles mehr.
  • Wir trauen den Kindern zu, Risiken einzugehen und Fehler zu machen. Wir ermutigen sie etwas Neues auszuprobieren und geben ihnen den Freiraum den sie brauchen, um neue Dinge entdecken zu können.

 

Auf den Bildern in der Galerie könnt ihr einige Beispiele unserer Angebote in den Kibe Kitas sehen, wie zum Beispiel die Motorik Wand oder das Bohnen sortieren.

 

Ranja El Bed

Fachperson Stettlen

Erzieherin HF in Ausbildung


Was Spielformen bewirken können und ab wann mein Kind mit anderen spielt

Liebe Eltern 

 

Herzlich willkommen zu einem neuen Kibe Blog Box Eintrag. Heute möchte ich euch zwei Spielformen näherbringen und auf eine sehr häufig gestellte Frage von Eltern eingehen.

Das Spielen ist ein zentraler Teil des Alltages Eurer Kinder. Die Entwicklung des Spielens sieht wie folgt aus:

  • Funktionsspiel – Säuglinge (Die Kinder spielen mit dem eigenen Körper)
  • Objektspiel – ab dem zweiten Lebensjahr (Die Kinder verwenden erste Gegenstände zum Spielen)
  • Konstruktionsspiel – Ab Mitte zweites Lebensjahr (Bauen und Zusammensetzen)
  • Symbolspiele – ab Mitte zweites Lebensjahr (So-tun-Als-ob Spiele)
  • Rollenspiele – ab vier Jahren (Spielgeschichten)
  • Regelspiele – ab ca. 5 Jahren (Brettspiele usw.)

 

        Im heutigen Beitrag möchte ich mich auf das Symbolspiel und Rollenspiel konzentrieren.

 

 

Das Symbolspiel beginnt etwa ab 1 ½ Jahren und wird dann immer wie ausgeprägter zwischen 2 bis 3 Jahren. Die Kinder spielen Szenen aus dem Alltag nach. Zum Beispiel beginnen sie so zu tun, als würden sie kochen, essen, der Puppe den Schoppen geben, sich schlafen legen. Je älter sie werden, desto mehr beginnen sie auch den erweiterten Umkreis nachzuspielen. Zum Beispiel spielen sie den Doktor oder fahren Zug. In diesem Alter beginnen sie auch Gegenstände zu verfremden. Zum Beispiel wird ein Legostein zu einem Telefon oder der Waschkorb zu einem Auto.

Im Symbolspiel sind die Kinder noch auf sich bezogen und folgen keinen Gruppenregeln.

 

Die Bedeutung für die Entwicklung besteht darin, dass das Kind Erlebtes verarbeiten kann und verschiedene Realitäten ausprobiert. Es entwickelt sozusagen seine eigene persönliche lebendige Sprache.

 

 

Das Rollenspiel beginnt ca. ab dem vierten Lebensjahr. Der Unterschied zum Symbolspiel besteht darin, dass die Kinder nun nicht nur Alltagsgeschichten nachspielen, sondern auch Spielgeschichten, die nicht unbedingt real sind, sondern der Fantasie der Kinder entspringen. Die Kinder ersetzen Personen und Gegenstände, die nicht vorhanden sind und setzen dafür andere Dinge ein. Sie spielen gedachte Situationen und Fantasien nach. Die Kinder machen auch Perspektivenwechsel, so kann ein Kind zum Beispiel mehrere Rollen spielen. Es finden viele Gespräche auf der Metaebene statt, damit ist gemeint, dass über das Gespielte gesprochen wird. Zum Beispiel: ,, Chum, du bisch itz dr Hund und ig bi z Mami u ig wär doch go schaffe.’’

 

Die Bedeutung des Rollenspieles für die Entwicklung ist sehr gross. Ich fokussiere mich hier vor allem auf die kognitiven und sozialen Aspekte. Kognitive Entwicklungsmöglichkeiten: Das Kind lernt neue Denkmuster und Verhaltensweisen auszuprobieren. Es wird für das reale Leben trainiert.  Soziale Entwicklungsmöglichkeiten: Das Kind kann im Rollenspiel Konflikte nachstellen und so neue Lösungsmodelle finden. Ein eher schüchternes Kind kann durch die wechselnden Rollen vielleicht auch mal die Hauptrolle übernehmen. 

 

 

Unsere Aufgabe als Fachpersonen bei den Symbolspielen und den Rollenspielen ist es, den Kindern Raum und Zeit zu bieten, anregende Spielangebote zu schaffen, uns zurückzuziehen, um den Kindern unbeobachtete Momente zu bieten und, nur wenn nötig, auch mal Ideen vorzugeben, was die Kinder spielen könnten.

 

Nun abschliessend noch zu einer Frage, mit der sich viele Eltern an uns wenden: Spielt mein Kind mit anderen Kindern?

Hier baut sich die soziale Spielentwicklung folgendermassen auf:

  • Alleinspiel – Jeder spielt mit etwas anderem
  • Beobachtungsspiel – Zuschauen aber noch nicht handeln
  • Parallelspiel – Schauen, was andere machen, mit demselben Material spielen aber noch kein Nachahmen, die Kinder beeinflussen sich nicht gegenseitig
  • Assoziationsspiel – Das Kind nimmt Ideen von den anderen auf, ein kurzes Zusammenspiel findet statt, die Kinder handeln jedoch noch nach ihrem Eigeninteresse
  • Kooperationsspiel – Es besteht ein gemeinsames Ziel, die Kinder beeinflussen sich gegenseitig, das Eigeninteresse wird auch mal zurückgestellt, es werden Aufgaben und Rollen verteilt.

        Es gibt keine konkreten Altersangaben, wann die Kinder vom Parallelspiel zum Assoziationsspiel und dann zum Kooperationsspiel übergehen. Viele Kinder bevorzugen das Parallelspiel auch bis zum Eintritt in den Kindergarten. Doch auch das Parallelspiel erfordert wichtige soziale Fähigkeiten, wie das Teilen und aufeinander Rücksicht nehmen.

 

Ich hoffe, dass Euch der heutige Blog Beitrag gefallen hat und ihr wieder etwas Neues mitnehmen konntet. Bis zum nächsten Beitrag!

 

Ranja El Bed

Fachperson Stettlen

Erzieherin HF in Ausbildung


Einblick in unser Malatelier

Liebe Eltern

Herzlich begrüsse ich euch zu unserem ersten Kibe Blog Box Eintrag. Wie ihr bereits den Newslettern entnehmen konntet, haben wir unser Malatelier nun eingeweiht und sind schon fleissig dabei dies zu nutzen.

Doch was passiert im Malatelier genau? Was braucht es damit sich die Kreativität der Kinder voll und ganz entfalten kann?

Unsere Aufgabe als pädagogische Fachpersonen ist es ein Klima zu schaffen, in dem Kreativität passieren kann. Dieses Klima setzt sich aus mehreren Aspekten zusammen: 

  • Die Kinder fühlen sich angenommen und als Ganzes akzeptiert
  • Die Umgebung spielt mit, wir lachen viel und auch Missgeschicke haben Platz
  • Es steht genügend Zeit zur Verfügung 
  • Es gibt genügend Möglichkeiten, um seine Kreativität auszuleben

Im Atelier finden ganz verschiedene Aktivitäten statt. Wir malen, basteln und kreieren mit euren Kindern. Zwei Arten, wie man aus pädagogischer Sicht eine Aktivität durchführen kann, möchte ich euch heute etwas genauer erklären. 

 

Produktorientierte Aktivität

Die Produktorientierte Aktivität zeichnet sich dadurch aus, dass am Ende des Gestaltens etwas konkretes entstehen soll: Ein Produkt. Zum Beispiel, wenn wir ein Huhn basteln für die Dekoration. Es gibt eine klare Vorstellung davon, wie dieses Huhn aussehen sollte.

Die Vorteile einer solchen Aktivität sind:

  • Das Kind lernt einer konkreten Anleitung zu folgen
  • Es erfüllt das Kind mit Stolz, wenn ein Produkt fertiggestellt wurde, dies bestärkt ihr Selbstbewusstsein
  • Die Kinder lernen neue Fähigkeiten indem sie uns nachahmen, um an das konkrete Ziel zu gelangen

Die Nachteile solcher Aktivitäten könnten folgende sein:

  • Je nach Alter kann das Kind mit einer solchen Aufgabe überfordert sein, die Aktivität muss also zwingend dem Alter der Kinder angepasst werden.
  • Es gibt dem Kind weniger Freiraum, die eigene Kreativität auszuleben und um eigene Ideen zu entwickeln.

Prozessorientierte Aktivität

Bei der prozessorientierten Aktivität geht es simpel gesagt darum, dass der Weg das Ziel darstellt. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass freie Wahl gelassen wird: Womit, wie und wie lange man sich kreativ ausdrücken möchten. 

Wir stellen die Materialien zur Verfügung und die Kinder können ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Die Vorteile einer solchen Aktivität sind folgende:

  • Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt
  • Es besteht keinerlei Druck, wie das Endprodukt auszusehen hat
  • Es gibt keine Vergleiche unter den Kindern, da jeder etwas ganz Individuelles gestaltet hat

Die Nachteile dieser Aktivität könnten sein:

  • Das Kind fühlt sich mit der Freiheit und Auswahl überfordert, weiss nicht wo anfangen

Als Abschluss aller Aktivitäten empfinden wir ein gemeinsames Reflektieren, also über das Gestaltete und Gebastelte zu sprechen, als sehr wertvoll. Eure Kinder erhalten so Zeit und Raum, um zu erzählen was sie gestaltet haben und wie es ihnen dabei erging. Dabei machen wir auch ab, was nun mit dem Endprodukt passiert, ob wir es aufhängen oder mit nach Hause geben. Dadurch, dass wir ihre Kunst aufhängen, vermitteln wir den Kindern Wertschätzung für ihre erbrachte Leistung.

 

Beides hat seine Vorteile und Nachteile und deshalb glauben wir daran, dass eine gute Abwechslung von produkt- und prozessorientierten Aktivitäten der beste Weg ist, um den Kindern möglichst viel Entwicklungsmöglichkeiten bieten zu können. 

 

Wir hoffen, ihr konntet etwas Neues mitnehmen aus diesem ersten Blog Box Beitrag und freuen uns auf den nächsten!

 

Ranja El Bed 

Fachperson Stettlen

Erzieherin HF in Ausbildung